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Berichte
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in den Sand ist keine Lösung! Kaum eine Unternehmen bereitet sich ausreichend auf Krisensituationen vor |
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Aschfahl ist das Gesicht des Firmenchefs:
Heinz B., Geschäftsführer eines mittelständischen Maschinenbau-Unternehmens
in Süddeutschland (Angaben von der Redaktion geändert), sitzt
im Besprechungsraum zwischen engsten Mitarbeitern, seinem Pressesprecher
und dem Hausjuristen. Gerade hat er erfahren, dass sein Unternehmen
offenbar jahrelang ausspioniert wurde. Ein brandneues Konkurrenzprodukt
auf dem Markt entspricht haargenau einem bislang geheimen Projekt aus
dem eigenen Hause. Die Wirtschaftsspionage auf der einen Seite, der drohende Imageverlust auf der anderen. Was, wenn die Medien Wind bekommen von diesem Fall? Wie wird die Öffentlichkeit reagieren - und wie die Kundschaft? Eine Blamage droht, schlimmer noch: ein finanzieller Schaden, der vermutlich in die Millionen geht. Verzweifelt hat der Pressesprecher beim Steinbeis-Transferzentrum Communication, Safety & Security nach Unterstützung in der heiklen Lage gesucht. Hier werden sich professionelle Problemlöser dem Unternehmen annehmen. Risikoanalyse, interne und externe Ermittlung, Ausschalten aller Sicherheitslücken und vor allem: Krisenkommunikation. Niemand ist vor Krisen gefeit. Weder Wirtschaftsunternehmen, noch die Politik, Verbände oder Einzelpersonen. Jeder, der irgendwie im Licht der Öffentlichkeit steht ist gefährdet, in Krisen zu stürzen. Die Großen trifft es naturgemäß immer wieder. Siemens, VW, Daimler, Vattenfall - sie stehen ständig im Fokus der Medien. Vor allem, wenn eine Krise der anderen folgt und das Management Schwächen zeigt. Liegt es an den festen, wenig flexiblen Strukturen in den Konzernen? An der offenkundigen Distanz der Entscheider "ganz oben" zu denen an der Basis, die den Finger eher am Puls der Öffentlichkeit haben? Oder bringen Krisen die Unternehmensführer derart aus dem Gleichgewicht, dass von "guter Pressearbeit" im Ernstfall kaum mehr die Rede sein kann? Wer in der Krisenkommunikation versagt, schädigt sein Image. Beschädigtes Image schadet der Marke und damit dem Unternehmen. Wirtschaftliche Verluste sind fast immer die Folge. "Viele Firmenchefs wollen angesichts drohender Krisen am liebsten den Kopf in den Sand stecken," weiß Stephan Schlentrich, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Communication, Safety & Security. Abtauchen, abwarten und verzweifelt versuchen, Fehler und Fehlverhalten vor der Öffentlichkeit zu verbergen, lautet dann die Devise. Allerdings bleibt in der vielschichtigen
und vernetzten Mediengesellschaft von heute fast nichts geheim. Wie
auch? Feuer, Unfälle, Produktrückrufe, Korruption, Erpressung,
Lebensmittelskandale oder Personalstreitigkeiten - all das sind klassische
Krisen - Auslöser und Themen von besonderem öffentlichem Interesse.
Die Medien reißen sich um solche Storys und die Verantwortlichen
werden einer peniblen Prüfung unterzogen. "Es gibt immer wieder
Versuche, die Presse abzulenken oder auf eine falsche Fährte zu
schicken," berichtet Stephan Schlentrich. Doch wenn sich Journalisten
erst einmal in eine Geschichte "verbissen" haben, ist es nur
eine Frage der Zeit, bis Fakten ans Licht der Öffentlichkeit geraten.
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